Proxmox stellt den Datacenter Manager Alpha vor, einen wichtigen Schritt zur Vereinfachung der Verwaltung virtualisierter Server.
Um seine Reichweite im Markt für Rechenzentrumsmanagement zu erweitern, hat Proxmox Server Solutions die Alpha-Version seines Open-Source-Projekts vorgestellt. Proxmox Datacenter Manager (PDM). Diese Erstversion bietet eine frühe Vorschau des Tools, das die Verwaltung virtualisierter Umgebungen optimieren und die Zusammenarbeit in der Community fördern soll.
Vereinfachung der Verwaltung großer Server
Proxmox Datacenter Manager führt eine zentrale Schnittstelle zur Verwaltung von Proxmox Virtual Environment (VE)-Knoten und -Clustern ein. Während die Verwaltungsfunktionen derzeit noch grundlegend sind und Funktionen wie Ressourcenüberwachung, Energiesteuerung und Migration virtueller Maschinen umfassen, zielt das Tool darauf ab, den Betrieb bei Bereitstellungen in größerem Maßstab zu vereinfachen. Zukünftige Versionen versprechen erweiterte Funktionen, einschließlich der Integration von Software-Defined Networking (SDN)-Funktionen.
Die Alpha nutzt eine komplett neu gestaltete, in Rust entwickelte Weboberfläche, die ein modernes, effizientes und optisch ansprechendes Benutzererlebnis gewährleistet. Dieses neue Frontend wurde mit dem proprietären Yew Widget Toolkit von Proxmox erstellt, einem System, das auf Geschwindigkeit, Zugänglichkeit und nahtlose Plattformkompatibilität optimiert ist.
Warum Proxmox Datacenter Manager veröffentlichen? in Alpha?
Diese Alpha-Version ist ein interessanter Schachzug von Proxmox, da sie darauf abzielt, ihre Community frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden. Da das Hauptziel dieser Version das Sammeln von Feedback ist, können Benutzer und Entwickler die Entwicklung des Projekts beeinflussen. Die Alpha-Version dient auch als Testgelände für Kernfunktionen, wobei in dieser Phase mit Fehlern und unvollständigen Elementen zu rechnen ist.
Das Unternehmen hat einen Fahrplan bis 2025 entworfen, der mit der Veröffentlichung der ersten stabilen Version enden soll. Zu den wichtigsten Meilensteinen gehören die fortlaufende Funktionsentwicklung, eine Betaversion Anfang 2025 und die spätere Unterstützung weiterer Proxmox-Projekte, wie beispielsweise des Proxmox Backup Servers.
Funktionen des Proxmox Datacenter Managers
Haupteigenschaften | Beschreibung |
Zentrales Management | Bietet eine einheitliche Schnittstelle zur Überwachung und Verwaltung von Proxmox VE-Knoten und -Clustern. Zentralisierte Übersicht über die Ressourcennutzung über alle Knoten hinweg. |
Grundlegende Verwaltungsfunktionen | Energiesteuerung (Start, Herunterfahren, Neustart). Migration virtueller Maschinen zwischen Rechenzentren. |
Remote Access | Stellen Sie für erweiterte Vorgänge über die Hauptschnittstelle von Proxmox VE eine Verbindung zu Proxmox VE-Knoten oder -Clustern her. |
Moderne Benutzeroberfläche | Neu gestaltetes Frontend mit der Programmiersprache Rust. Basiert auf dem Yew Widget Toolkit für bessere Geschwindigkeit, Zugänglichkeit und Kompatibilität. |
Skalierbarkeit und Leistung | Getestet mit Setups mit über 5000 Remote-Rechnern und 10,000 virtuellen Gästen. Entwickelt für die Verwaltung großer Umgebungen mit minimalem Ressourcenaufwand. |
Open-Source und Community-orientiert | Open-Source-Projekt, das Feedback, Fehlerberichte und die Mitarbeit der Community einlädt. Quellcode und Updates stehen Entwicklern zur Verfügung. |
Funktionen im Frühstadium | Grundlegende Analyse und Überwachung für Knoten und virtuelle Gäste. Unterstützt Proxmox VE Version 8.3 oder höher. |
Zukunftssicheres Design | Die Roadmap umfasst Funktionen wie Software-Defined Networking (SDN) und Integration mit Proxmox Backup Server. |
Installationsoptionen | Verfügbar als eigenständiges ISO oder als Repository zur Installation auf Debian Bookworm-Systemen. |
Benutzerfreundlich | Einfache Einrichtung mit Tools zum sicheren Konfigurieren und Verbinden von Remotes mithilfe von TLS-Zertifikaten. |
Proxmox Datacenter Manager: Installation und erste Schritte
Die Installation der Alpha ist unkompliziert, da sowohl ISO-Images als auch Repositories verfügbar sind. Die Installation kann auf virtuellen Maschinen oder Bare-Metal-Systemen mit Debian Bookworm durchgeführt werden.
Nach der Installation können Benutzer Remotes konfigurieren, indem sie Proxmox VE-Knoten über einen einfachen Assistenten verbinden und so eine zentrale Verwaltung ermöglichen. Bei Systemen mit selbstsignierten TLS-Zertifikaten gewährleistet das Hinzufügen eines Fingerabdrucks eine sichere Kommunikation.
Struktur & Organisation
Die Roadmap von Proxmox deutet auf eine ehrgeizige Erweiterung der PDM-Funktionen hin, wobei SDN und die Unterstützung von Tausenden von Remotes und virtuellen Gästen die wichtigsten Ziele sind. Das System wurde bereits mit groß angelegten Setups einem Stresstest unterzogen, was auf Skalierbarkeit für den Einsatz in Unternehmen hindeutet. Die erwarteten Verbesserungen sind eine vollständige Dokumentation, verfeinerte Funktionen und erweiterte Unterstützung für nicht geclusterte Netzwerke.
Die Integration von Proxmox VE in die PDM-Umgebung ist ein zentraler Bestandteil dieser Initiative. PDM überwacht und verwaltet VE-Hosts über API-Verbindungen und bietet eine einheitliche Perspektive ohne komplexe Clusterkonfigurationen. Erweiterte Verwaltungsfunktionen bleiben jedoch an die zentrale Proxmox VE-Schnittstelle gebunden.
Aufgrund seines Alpha-Status ist PDM noch nicht für Produktionsumgebungen vorgesehen. Obwohl der Installationsprozess zugänglich ist, wird die Bereitstellung zusammen mit anderen Proxmox-Lösungen nur erfahrenen Benutzern empfohlen, die mit der Plattform vertraut sind. Die Systemanforderungen sind minimal, steigen jedoch mit der Anzahl der verwalteten Remotes.
Beta- und Vollveröffentlichungstermine
Die Betaphase ist für Mitte 2025 geplant und wird Funktionen einführen, die auf Debian Trixie abgestimmt sind, und so die Bühne für eine 1.0-Version später im Jahr bereiten.
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